Buchen und Fluchen

Sonja & Claudio vorm Globus

Der erste Schritt in Richtung Sumatrareise war absolut stupide und ziemlich teuer: Ich habe die Flüge gesucht und gebucht. Im Sommer werden wir einen Monat lang mit Mopeds quer über die indonesische Insel fahren, von Mitte Juli bis Mitte August 2014. Puh – das ist nicht billig. Über zweitausend Euro müssen Sonja und ich für die Maschine zahlen, die uns  in knapp 14 Stunden an das andere Ende der Erde bringen wird. Tagelang habe ich die Preise im Netz verfolgt.  Es ist ein undurchschaubares Spiel, das weniger mit Logik als mit Voodoo zu tun hat. So ähnlich heißt auch die Suchmaschine, die angeblich die günstigsten Preise aus dem Netz fischt.

Voodoo und Verschwörung

Die ersten Angebote waren wirklich unschlagbar günstig.  Erst als ich weiterklickte, kamen noch Flughafen- und sonstige Gebühren dazu, unterm Strich über tausend Euro mehr für zwei Personen. Am nächsten Tag war derselbe Flug dann noch mal 50,-€ teurer. Später stellte ich dieselbe Anfrage und es war wieder billiger. Lag es daran, dass ich mit einem anderen PC von einem anderen Ort aus suchte? Hat sich die Suchmaschine meine IP-Adresse gemerkt und lässt den Preis für mich künstlich steigen, damit ich in Panik schnell buche? So manche Verschwörungstheorie wurde ja in letzter Zeit von der Realität rechts überholt. Und natürlich wird der Preis um so teurer, je näher man am Wochenende fliegt. Freitag, Samstag, Sonntag kostet extra, Herr König Kunde! Also wäre es am besten, schon am Donnerstag nach der Arbeit loszufliegen und am Montagabend zu landen, um dann am Dienstag wieder pünktlich und ausgeschlafen den Job anzutreten. Oder das erste und das letzte Wochenende auszulassen, also ein paar Tage später zu fliegen und ein paar Tage früher zurück zu kehren? Niemals! Am Ende hat uns dann doch ein Reisebüro einen realistischen Preis zu einem deutlich besseren Zeitpunkt gemacht, günstiger als die Suchmaschine. Ein Hoch auf die Dienstleistungen made by Mensch.

Sponsoren und Spaß

Ich hoffe, dass diese Investition auch die teuerste bleiben wird. Denn von unseren Sponsoren (MRT – Förderpreis) bekommen wir 500,- € in bar, die restlichen 1000,- sind Sachpreise. Wir haben nach vielen Jahren Motorradreisen schon eine fast komplette Ausrüstung, die größten Hürden sind am Ende dann doch neben der Zeit das bare Geld. In Sumatra werden wir uns noch einiges dazu kaufen und -mieten müssen, wie Übernachtungsplätze, Verpflegung und Motorräder. Aber das wird nicht annähernd so schmerzlich sein wie die Flugkosten. Dafür beginnt das Abenteuer schon bei der Anreise. Der erste Zwischenstopp wird Singapur sein. Wow!

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