Bye bye Simson

SimsonjaLangsam rollt die Simson von unserer Einfahrt. Wehmütig winke ich ihr hinterher. Ein letzter Blick – dann verschwindet sie hinter der nächsten Strassenecke. Eigentlich fährt sie gar nicht selbst: Ein Auto mit Anhänger transportiert sie in eine andere Stadt. Zwei Jungs aus Köln haben sie mitgenommen. Der eine – völlig unerfahren, aber mit einem grossen Leuchten in den Augen beim Anblick des Moppeds. Der andere – ein versierter Simsonschrauber, den die Zicken der Maschine nicht abschrecken. Keine Frage, sie ist jetzt in sehr guten und begeisterten Händen gelandet. Und in erfahreneren als den meinen. Irgendwann ging es im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr voran mit der Simson und es erschien mir absurd und aussichtslos, noch mehr Zeit und Geld in dieses Motorrad zu investieren. Trotzdem möchte ich die Zeit mit ihr nicht missen. Was das Schrauben angeht habe ich auch ein bisschen dazugelernt: Wie man einen Vergaser auseinander baut, reinigt und einstellt, wo die Zündkerze zu finden ist und wie man sie kontrolliert etc. Doch was nützt die der ganze Aufwand, wenn die Simson mir nicht das ermöglicht, wofür ich sie angeschafft habe: um Fahrpraxis zu bekommen? Trotzdem bin ich ein bisschen traurig, denn ich habe das drollige Mokick mit dem Kultfaktor doch ins Herz geschlossen. Das erste Motorrad ist eben doch was ganz Besonderes… Bye bye Simson.bye bye Simson

4 Gedanken zu „Bye bye Simson

  1. Die erste Liebe vergisst man nie..wie klappt das nun mit der Fahrpraxis? Oder gibt es schon einen Fuhrpark??

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