Hoffnung und Abschied

Palmölplantagen bis zum Horizont

Palmölplantagen bis zum Horizont

So viele Palmen wie hier an der Ostküste Sumatras haben wir noch nicht gesehen. In den Bergen fuhren wir mit den Mopeds durch so unterschiedliche Wälder, sogar Tannen wuchsen dort. Jetzt rollen wir wieder über den Trans-Sumatra-Highway vorbei an Plantagen, auf denen Ölpalmen in schnurgeraden Linien gepflanzt sind.
„Diese Palmölplantagen sind ein großes Problem für den Wald auf Sumatra. Sie entstehen auch an den Rändern des Urwalds und werden immer größer.“ Der drahtige Indonesier Adji setzt sich für den Schutz der Regenwälder auf Sumatra ein. „Internationale Konzerne investieren große Summen in Palmöl. Wir versuchen die lokale Bevölkerung aufzuklären, damit sie wieder ein Bewusstsein für das wertvolle Ökosystem Sumatras bekommt.“ Die Stiftung YEL, für die Adji arbeitet, bildet Kleinbauern in ökologischen Lanbau aus und schützt Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, wie die Orang Utangs. Adji erzählt, wie sie die durch Brandrodungen vertriebenen Affen retten und wieder dem Urwald zuführen. Brände haben wir viele auf unserer Tour gesehen, von kleinen Müllbergen hinterm Haus bis zu großen Rauchwolken in den Wäldern. Menschen wie Adji und Organisationen wie YEL (www.yelweb.org) sehen die Zukunft Sumatras nicht nur als Rohstofflieferant für Palmöl, sondern als ein wertvolles Naturerbe für die kommenden Generationen Indonesiens.

Adji, der Waldschützer

Adji, der Waldschützer

Aus dem ländlichen Hinterland sind wir im Verkehrsinferno von Medan gelandet. Mühsam kämpfen wir uns durch die Blechlawinen der Großstadt. „Überholt werden und überholen lassen“ ist hier das Motto. Bei unserer Freundin Bungapola fühlen wir uns wie zuhause, hier verbringen wir noch ein paar Tage. Die Motorräder lassen wir gründlich waschen und die Werkstatt wechselt ein paar kaputte Verkleidungsteile. Schweren Herzens geben wir die Hondas zurück, die uns einen Monat lang zuverlässig über viele Kilometer quer durch Sumatra begleitet haben. Mit Stella und Maes gehen wir noch einmal Essen und am letzten Abend werden wir zu einer Hochzeit eingeladen. Sonja bekommt extra ein „Sarong“, ein typisch indonesisches Kleid. Nach dem Brauch des Batak – Volkes treffen sich die Familie und Freunde, also mehrere hundert Gäste zum Feiern in einem Saal. Frauen mit knallbunten Kleidern und toupierten Haaren und Männer in Batik-Hemden tanzen im Kreis um das Brautpaar, legen ihnen traditionelle Schals um die Schultern und sprechen ihnen stundenlang gute Wünsche zu. Währenddessen spielt eine Band spielt Batak – Musik, eine Mischung aus Folklore und Schlager. Die Leute winken uns zu, schütteln Hände, wir unterhalten uns soweit es geht und lachen viel.

Auf der Hochzeit

Auf der Hochzeit

Für uns geht die Reise zu Ende. Von den wunderbaren Menschen, die uns eingeladen, unterstüzt und geholfen haben verabschieden wir uns, bevor wir in den Flieger steigen. Terima Kasih! Mauliate! Thank you! Danke!

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