mein #motwunsch 2014: Kleinere Reisemotorräder

Mit kleinen Mopeds in Sumatra
Liebe Motorradindustrie, macht euch locker! Spart euch den Stress, ihr müsst nicht noch grössere Reiseenduros mit noch mehr PS und Hubraum entwickeln. Verabschiedet euch von dem Gedanken, die BMW 1200 toppen zu müssen. Wozu? Ihr macht euch höchstens lächerlich, wie z.B. KTM mit der „Super-Adventure“. (siehe „Abenteuer, abenschwer„)
Bei dem Satz „Man kann auch mit kleinen Motorräder große Reisen machen“ stimmen alle sofort zu, aber wo sind denn die Adventure Bikes unter 600 Kubik? Sie existieren, doch man muss sie suchen.
Z.B. ist die Yamaha Ténéré 250 seit Jahren in Südamerika auf dem Markt, hier jedoch unbekannt.
Die wäre was für die Zielgruppe die jung ist oder ihr Geld lieber in Reisen als in teure Fahrzeuge investiert. Möglicherweise gibt es Menschen, die nicht einen fünfstelligen Betrag bezahlen wollen, bevor sie überhaupt den ersten Kilometer rollen.
Es gibt sie, die Typen, die mit kleinen Karren große Abenteuer erleben, so wie
Ed March auf einer Honda C90.
Oder Steven Hoffmann auf seiner Yamaha XT 125
Oder Stergios Gogos auf einer Vespa PX 200
Oder Steph Jeavons auf ihrer Honda CRF 250
Auf unserer Reise duch Sumatra waren Sonja und ich auch auf 125er Mopeds unterwegs. On- und Offroad, im indonesichen Großstadtverkehr und in den Bergen. Das hat phantastisch geklappt.

Liebe Motorradindustrie – lasst euch davon inspirieren. Baut „Adventure“ – Maschinen mit 125 – 250 ccm und stattet sie mit Zubehör aus, das sinnvoll und praktisch ist. Gepäcksysteme und Motorschutz für kleine Maschinen! Grosse Tanks sind meistens gar nicht notwendig, da kleine Motoren auch deutlich weniger verbrauchen.
Ihr Entwickler habt die Pläne dafür doch schon lange in der Schublade und traut euch nicht, sie herauszuholen. Dabei könnt ihr nur gewinnen – bei kleinen Menschen, bei Frauen und bei Leuten, die gerne leicht unterwegs. Und bei Reisenden, die wissen, dass man jenseits der westeuropäischen Komfortzone selten schneller als 80 km/h fährt.
Ich wünsche mir mehr Mut für die Motorradindustrie. Mut zu kleineren Maschinen!

Was wünschen sich andere Motorrad-Blogger? Schaut unter #motwunsch nach.

Sonst noch Wünsche?

12 Gedanken zu „mein #motwunsch 2014: Kleinere Reisemotorräder

  1. Hi Claudio!
    Ein „guter“ Wunsch…Ich finde auch, dass zuviel auf die Riesenkisten gesetzt wird (bringen wohl die meiste Kohle) – Allerdings sind die Kawa klx250 und die Honda CRF 250 L schon ganz gute Alternativen, oder? Viele Grüße, Rossi (fährt ne Transalp…)

  2. Pingback: Wunschliste – #motwunsch | moppedfahren

  3. wenn noch wuensche offen sind …. leichtes reise Moped < 180 kg ausgehfertig, Reifengroesse angemessen z.B. 90×90-19 und 130×80-17 reichen voellig …
    keine Reifenbindung, Fahrwerk mit Stellmotor (ab knapp Schrittgeschwindigkeit den Federweg nahe 0 …. das bringt fuer "kleine" einen enormen Vorteil)
    alle Verschleissteile leicht zugaenglich (z.B. auch Vergaser / Zuendkerze) … leichte kontrolle Oel / Luftfilter …
    Gepaecksystem Lastentauglich und trotzdem Fahrbar (schwerpunkt nach vorne und unten)
    Fusselfreiheit beachten (nich dass beim Fusseln die Fusraster / Gepaeck im Weg ist)
    keine Bauteile die frei herumhaengen (limaregler / Bremsfluessigkeitsbehaelter / Auspuffanlage …

    das mal auf die schnelle … aber ich bin ein "schwarzer" Optimist … alles wird am Ende gut …. ich weis nur nicht ob ich das noch erlebe …

    Gruss hertschi
    geschwindigkeit

  4. Die XT250 Ténéré gefällt mir wirklich gut. Als ich mich bei meinem lokalen Yamaha Händler mit dem Chef unterhalten habe, fragte ich ihn „warum gibt´s denn keine XT mit 250ccm und ohne Elektronikfirlefanz? Er kannte sie nicht oder wollte sie nicht kennen…
    Der Preis von über 4000€ ist zwar heftig, aber dafür gibt´s auch Qualität. Mit meiner OM 250-8 bin ich in Ecuador auch gut zurecht gekommen, dabei war die mit 1.750$ auch viel billiger…aber halt auch nicht „Yamaha-Qualität“!
    “Man kann auch mit kleinen Motorräder große Reisen machen”
    Dem kann ich nur zustimmen. Dann gibt´s auch kein Gejammer: Wieso muss ich immer Bußgelder für zu schnelles Fahren zahlen? Wieso bekomme ich keine Ersatzteile?
    Wobei: Hier in Europa braucht man ja nicht mal eine Enduro, eine alte XJ tut´s auch! 😉

  5. Pingback: #motwunsch – ein Motorrad-Blog-Dings » Max und Vio's Schreibblog

  6. Pingback: #motwunsch – eine Blogparade | Handwaschpaste

    • Die 400er Japan-Transalp bin ich eine Woche lang im Gebirge gefahren, zu zweit und mit Gepäck. Übelst bequem, aber Bergauf mit Vollgas an der Leistungsgrenze bei ~80 Km/h.
      Kein Vorteil über der 650er, wiegen glaube ich sogar dasselbe.

  7. Apropos CRF250L.
    Wir fuhren in Laos zu zweit mit Gepäck mit einer Honda Baja, wohl eine XLR250R. (siehe berichte GT-Rider.com)
    Luftgekühlt, 125kg trocken, 5PS mehr(!!!) als eine CRF250L. (also 28PS…reicht völlig)

    Gibts nicht in Europa, wozu auch…

  8. Habt Ihr schon die CRF250L getestet? Ist eine echte kleine REisenenduro, nicht so Geländetauglich wie Yamahas WR aber dafür deutlich gemütlicher und auch auf der Straße gut. Falls Ihr mal meine Testen wollt, ich bin rund um Weihnachten im Pott.

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