Wir machen Schluss!

dsc_0350So geht es nicht weiter! Bei uns stehen große Veränderungen an, so dass wir uns entschieden haben, einen Schnitt zu machen. In den nächsten Tagen veröffentlichen wir die vorerst letzte Pegasoreise-Sendung. Darin werden wir auch verraten, warum wir uns zu diesem Schritt entschieden haben und was danach folgen wird. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

Sonja & Claudio

Biker in den USA

bikerkultur-usa-1Im Leben habe ich noch nie so viele Harleys auf einmal gesehen. Ein Motorrad ist in den USA eine Harley Davidson, abgesehen von ein paar Ausnahmen. Diesen Sommer war ich beruflich in den Staaten unterwegs, ausgerechnet in South Dakota, ausgerechnet zur Zeit als die Sturgis Motorcycle Rally stattfand, eines der größten Motorradtreffen der Welt. Nein, ich war nicht in Sturgis und ich war in einem Auto unterwegs. Doch schon im Umkreis von einigen hundert Meilen waren erstaunlich viele Biker in Rudeln unterwegs. Auf den Road-Stops an den Highways tummelten sich die wildesten Motorräder. Dicke Bikes und Trikes mit viel Chrom und nicht wenige zogen einen Anhänger. Die Fahrer, größtenteils weiße Männer um die fünfzig, trugen T-Shirts und Lederwesten und öfter Tatoos als Helme. Wall DrugBeim Frühstück kam ich mit einem Biker ins Gespräch, der sich als Präsident eines echten „Three-Patch-MC“ – Motorradclubs vorstellte. Ich lernte, dass man die Mitglieder eines klassischen MC an den drei Aufnähern auf der Kutte erkennt: Oben der Name des Clubs, in der Mitte das Logo und unten das Revier des MC. Die Mitglieder solcher Clubs verstehen sich tatsächlich aus Outlaws, für die die Regeln des MC über den Gesetzen stehen. Oft sind es Kriegsveteranen, die nach ihrer Rückkehr nicht mehr in der Gesellschaft klarkommen. In den Motorradclubs finden sie die klare Ordnung, die sie aus dem Militär kennen. In den klassischen Three-Patch-MC gibt es daher auch keine Frauen. Dafür eine strikte Hierarchie und ein vorgeschriebenes Verfahren, das man durchlaufen muss, wenn man Mitglied werden will. Hinter dem Präsidenten stand ein solcher „Voluntär“, ein Schrank von einem Mann Mitte Dreissig. Als der Präsident erwähnte, er hätte gerne noch ein wenig Kaffee, huschte der Voluntär sofort los, um die Kanne zu holen.

Der Präsident, Claudio, der Voluntär und der Sohn des Präsis.

Der Präsident, Claudio, der Voluntär und der Sohn des Präsis.

Natürlich habe ich nur einen kleinen Ausschnitt der Bikerkultur in den USA mitbekommen. Aber die unendlich weiten Highways, speziell im wunderschönen South Dakota, die freundlichen Menschen und interessanten Einblicke in die Welt der Native Americans haben mich fasziniert. Auch in dieses Land möchte ich wiederkehren, dann aber auf zwei Rädern.Wilde BikesWen es interessiert, was ich beruflich in den USA machte: Hier ist ein Reisebericht.

pp87 – Bernd Tesch

Claudio und Bernd Tesch

Bernd Tesch ist eine lebende Lengende in der Motorrad-Reise-Szene. Im Interview erzählt er von seinen vielen Reisen, die er mit allen möglichen Fahrzeugen unternommen hat. Bernd verreiste schon 1955 mit dem Fahrrad und durchquerte 1979 die Sahara mit einem Motorrad. Zum Reisen inspirierte ihn sein Großvater, der als Kapitän auf den Weltmeeren unterwegs war. Bernd selbst entwickelte auch Ausrüstungszubehör für Motorräder wie Gepäckträger und Alukoffer. Bis heute veranstaltet er jährlich ein Wochenende für Motorradreisende, das Tesch-Travel-Treffen.

pp87.mp3-Datei

Bernd stellt im Interview zwei Fragen zum Thema „Überleben in der Wildnis“ an unsere Hörerschaft:

  • Wie mache ich Feuer in Alaska mit nur einem Streichholz?
  • Wie komme ich an Süsswasser an der Küste von Dakar?

Antworten könnt ihr als Kommentar schreiben.

Shownotes:

 

…und Vielen Dank für die Schokolade!

Sumatra in MotorradAbenteuer

Sumatra MAIm aktuellen MotorradABENTEUER – Magazin Mai/Juni 2016 erscheint der fünfseitige Artikel „Jalan-jalan Sumatra“ über unsere Reise durch Indonesien mit vielen Fotos und Tipps. Ergänzend dazu könnt ihr unsere Erlebnisse, Gespräche und Klänge der Reise als Hör-Dokumentation noch einmal nachhören oder herunterladen (mit linker Maustaste auf die mp3-Datei klicken):

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SumatraTeil2.mp3-Datei

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SumatraTeil5.mp3-Datei

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Weitere Infos zur Sumatra-Reise findet ihr hier: https://pegasoreise.wordpress.com/sumatra/

Abenteuer Vorbereitung Workshop

Abenteuer VorbereitungEine große Reise zu planen ist simpler, als man denkt.
Wir laden euch ein zu unserem Workshop „Abenteuer Vorbereitung“ auf dem Horizons Unlimited Travellers Meeting, vom 5.-8. Mai 2016 in Pfrimmtal bei Kaiserslautern.

Je mehr wir reisen, um so weniger planen wir. Früher machten wir uns Gedanken über Probleme, die auf der Tour auftauchen können. Mittlerweile wissen wir: Vor der Reise ahnten wir oft nicht, welche simplen Lösungen wir unterwegs fanden.
Wir erzählen, wie wir unsere Trips planen, worauf wir achten und welche Regeln wir bewußt ignorieren. Man sollte nicht kopflos, sondern sorglos reisen.

Wir sprechen über folgende Themen:

1) Das perfekte Reisemotorrad:
Mit welchen Motorrad reise ich am besten, wie rüste ich es aus und wie bekomme ich es auf einen anderen Kontinent?
2) Routenplanung:
Wie genau plane ich die Route, welche Stopps plane ich ein und wieviele Kilometer pro Tag schaffe ich?
3) Gepäck:
Nehme ich ein Zelt, Schlafsäcke und Kocher mit, wieviel Werkzeug, Ersatzteile und welche Kleidung?

Bescherung von Touratech

Auch ihr könnt eure Erfahrungen einbringen. Diesen Workshop nehmen wir als natürlich auch als Podcast auf.
Sehen wir uns auf dem Horizons Unlimited?

Sumatra in Wuppertal und Kassel

Jalan-jalan Sumatra

Die letzten zwei Termine unseres Reisevortrags Jalan-jalan Sumatra in diesem Jahr:

  • Am Freitag, 30. Oktober 2015 um 20.00 Uhr bei Paetschman im Mad Dog Cronenberg, Hahnerberger Str. 72, 42349 Wuppertal (Eintritt 8,- €)
  • Am Samstag, 7. November um 15:30 Uhr beim MoRA 2015 im Restaurant Bootshaus, Auedamm 27, 34121 Kassel.

Wir freuen uns, die Abenteuer aus Sumatra mit Fotos, Musik und O-Tönen zu erzählen und dabei euch persönlich zu treffen.

Sonja & Claudio

Wüsten-Sozia

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Seit anderthalb Jahren habe ich jetzt meinen Motorradführerschein – und seitdem bin ich nicht einmal wieder auf dem Sozius mitgefahren. In nur wenigen Tagen schlüpfe ich aber zurück in meine alte Rolle als Sozia – natürlich nur auf Zeit. Dann reise ich nach Namibia wo mich Claudio und eine Yamaha XT 660 erwarten. Zwei Wochen haben wir dann Zeit, gemeinsam auf einem Motorrad den Süden des riesigen Landes zu erkunden – bis hin zur Namibwüste. Eine grosse Maschine zu mieten war schon schwierig genug. Ein 125er Mopped für mich zu finden – ein Ding der Unmöglichkeit. Kleine Motorräder scheinen in Namibia nicht so verbreitet zu sein wie zbsp. auf Sumatra. Da ist sie wieder – die Benachteiligung von kleinen Motorradfahrern! Aber ich bin ganz sicher: Die Reise wird auch so abenteuerlich genug für mich. Schliesslich war ich bisher noch nie in Afrika…

pp78 – Motorrad-Reise-Treffen 2015

Mr. MRT Ralph

Wir sprechen mit Ralph Wüstefeld, dem Gründer und Organisator des Motorrad-Reise-Treffens MRT Gieboldehausen. Er erzählt die Geschichte dieser Veranstaltung, vom kleinen Treffen im Wald bis zum großen Event mit mehr als 400 Besuchern. Für uns war schon die Anreise ein Erlebnis, denn wir fuhren zusammen mit Bruno. 50 km vor Gieboldehausen machte seine Enfield schlapp und wir wurden Zeugen, wie Bruno innerhalb einer knappen Stunde die Zylinderkopfdichtung seiner Maschine wechselt.

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Wir verschenken in dieser Sendung wieder eine Hör-CD „Jalan-jalan Sumatra“ und laden ein zum Lagerfeuer Duisburg, wo Bruno am 24.10.2015 die Multivisionsshow „highWAY Himalaya“ zeigt. Unseren Sumatra-Vortrag zeigen wir am 30.10.2015 beim Paetschmann in Wuppertal.

Hier noch ein paar Fotos von der Anreise mit Bruno:

 

 

Sumatra in Gieboldehausen

Debora

Debora Sinaga: zu hören auf der CD „Jalan-jalan Sumatra“.

Auf dem legendären Motorrad-Reise-Treffen MRT Gieboldehausen präsentieren wir dieses Jahr unsere Hör-Doku „Jalan-jalan Sumatra“. Für die Idee zu dieser Reise bekamen wir beim letzten MRT den Motorrad-Reise-Förderpreis. Dieses Mal sind wir eingeladen, eine 30-Minuten Präsentation zu zeigen. Freunde von uns werden ebenfalls auf der Bühne stehen: Bruno mit einer Vorschau auf „highWay Himalaya“, Carola mit „Zebra auf Abwegen“ und Panny mit „Licht- und Schattenseiten einer Weltreise“ sowie einige neue Reisevorträge, auf die wir schon gespannt sind. Wir freuen uns, wenn wir euch auf dem Treffen zwischen den Zelten, im Vortragsraum, beim Frühstück unter freiem Himmel oder abends am Lagerfeuer treffen.

4. – 6. September 2015 in Gieboldehausen. Anmeldungen und Infos auf www.motorrad-reise-treffen.de

Für eine Ed-Marchisierung der Motorradfahrer

Sonjas SR 125Horizons Unlimited – Unbegrenzte Horizonte, so hieß das Motorradreisetreffen, auf dem ich am vergangenen Wochenende war. Auf diesem Treffen kommen Menschen zusammen, die die Welt hauptsächlich mit dem Motorrad bereisen, sich austauschen oder inspirieren lassen wollen. Erschreckenderweise haben viele dieser Motorradreisenden einen sehr begrenzten, ja konservativen Horizont, wenn es um die Auswahl des Motorrades geht. Natürlich muß es ein „richtiges“ Adventurebike sein, so wie eine Yamaha Ténéré oder eine BMW R 1200 GS. Motorräder unter 600 Kubik werden belächelt oder rufen Unverständnis hervor. Auch dürfen selbstverständlich all die teuren Zubehörfeatures nicht fehlen, die das Mopped angeblich erst abenteuertauglich machen und mit denen in Wirklichkeit einige Ausstatter so richtig viel Geld verdienen. Aber wenn „Adventure“ draufsteht und ich dafür bezahle, dann muß ja auch „Adventure“ drin sein! Auch wenn mich mein aufgerüstetes Fahrzeug nur bis zur nächsten Cafebude in die Eifel bringt. Ted Simon schreibt im Vorwort seines Bildbandes, daß die Firmen, die dem „adventure biker“ all die angeblich unverzichtbaren Dinge verkaufen, daß Wort „Abenteuer“ sehr fragwürdig erscheinen lassen. „Große Abenteuer schon ab 12.995 €“ lautet der Titel einer Hochglanzwerbeanzeige für die Superténéré. Nur??? 12.995 € ??? Mein Motorrad hat 600 € gekostet. Das bedeutet, daß mir 12.395 € mehr für eine wirkliche Abenteuerreise bleiben als dem Superténérist. Sumatra statt Eifel! Aber so funktionieren halt die Sehnsuchtsbilder der Werbeindustrie. Öfters wurde ich gefragt, ob ich denn mittlerweile den „richtigen“ Führerschein und ein „richtiges“ Motorrad hätte. (Seit 2014 habe ich den A1 Führerschein und fahre eine Yamaha SR 125.) Wie bitte???? Diese Frage macht mich richtig wütend. 125er Maschinen sind in den Augen vieler Biker anscheinend keine „richtigen“ Motorräder. Natürlich habe ich einen „richtigen“ Führerschein und ein „richtiges“ Motorrad. Für mich! Eines, was von der Sitzhöhe und vom Gewicht für meine Größe „richtig“ ist. Und mir noch dazu „richtig“ gut gefällt. Ich ziehe mir ja auch keine Stiefel in Schuhgröße 44 an, obwohl ich eigentlich nur Größe 38 habe! Unter Bikern kursiert sogar die Frage: „Grüßt man auch 125er Moppedfahrer?“ Was soll denn dieser Kinderkram? Wie an der Schule, wenn es den 4. Klässlern peinlich ist, wenn sie von 1. Klässlern angesprochen werden. Ganz ehrlich, ich lege gar keinen Wert darauf, von solchen Leuten gegrüßt zu werden! Außerdem wird das Grüßen beim Fahren sowieso überbewertet. Ich konzentriere mich lieber auf die schöne Landschaft. So denkenden Menschen empfehle ich dringend eine Horizonterweiterung! Schließlich geht es doch nicht darum was man fährt sondern was man dabei erlebt!!! Diesbezüglich kann ich allen nur die Videos von Ed March ans Herz legen. Dieser verrückte, junge Brite fährt mit Honda C90 um die Welt und erlebt dabei ein Abenteuer nach dem anderen. Halt ein wahrer „adventure biker“…