pp88 – Die Beta Geschichte

Claudio und die Beta Alp 4.0

In dieser Sendung erzähle ich, wie ich mit der Unterstützung der Motorradreiseszene ganz schnell ein neues Motorrad fand – eine Beta Alp 4.0. Was sich alles in den letzten zwei Wochen ereignete, erzähle ich in diesem Podcast:

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Shownotes:

Wir sehen und hören uns nach der Sommerpause!

Sumatra in MotorradAbenteuer

Sumatra MAIm aktuellen MotorradABENTEUER – Magazin Mai/Juni 2016 erscheint der fünfseitige Artikel „Jalan-jalan Sumatra“ über unsere Reise durch Indonesien mit vielen Fotos und Tipps. Ergänzend dazu könnt ihr unsere Erlebnisse, Gespräche und Klänge der Reise als Hör-Dokumentation noch einmal nachhören oder herunterladen (mit linker Maustaste auf die mp3-Datei klicken):

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Weitere Infos zur Sumatra-Reise findet ihr hier: https://pegasoreise.wordpress.com/sumatra/

pp85 – Max auf Weltreise

maxkratz_usa_01222 Jahre alt war Max, als er seine Weltreise mit einer Honda Afrika Twin startete. Mittlerweile ist er wieder zurück und erzählt in dieser Sendung von seinen Erfahrungen. Dabei sind es vor allem die Gefühle zwischen Faszination und Frustration, die er beschreibt. „Reisen verändert Menschen“ und Max berichtet, wie ihn die Erlebnisse in Pakistan, Indien und den USA prägten.

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Shownotes:

pp82 – Freiheitenwelt Brasilien

Zuviel WasserMartin Leonhardt ist seit über zwei Jahren auf Weltreise mit seiner KTM 1190 Adventure R. In dieser Sendung erzählt er von seinen Erlebnissen in Brasilien, ganze 16 Monate verbrachte er in diesem wunderbaren Land.

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Shownotes:

Frage an euch: Wie hört ihr unsere Sendung?

Das #motwunsch-Musikvideo

Der Protestsong gegen den Größenwahn der Motorradindustrie hat jetzt auch ein Video. Letztes Jahr taten wir uns mit einigen Motorradbloggern zusammen und formulierten unsere Wünsche an die Motorradwelt unter dem Hashtag #motwunsch. Sonja verpackte ihre Forderungen als Rap. Im Laufe des Jahres drehten wir dazu einzelne Szenen, die wir nun als Musikvideo präsentieren. Und jetzt alle zusammen: „Ich möchte ein Bike mit einem tiefen Sitz, sonst gebe ich euch von meinem Geld NIX!“

Link zum Video: https://youtu.be/e52mKRRACW0

Campen in der Kalahari

Namibia 2015

Die meisten Strassen Namibias sind Schotterpisten. Wir tuckern zu zweit auf der Yamaha Ténéré über festeren Untergrund und lockere Steine. Ständig muss ich aufpassen, in der richtigen Spur zu bleiben, denn zwischen den Rinnen sammelt sich der Sand. Mit 60 km/h geht es durch die Savanne der Kalahari. Die Sonne brennt in den Augen, doch die trockene Luft lässt die Hitze gut aushalten. Sonja erinnert mich regelmässig daran, eine kurze Pause zu machen und Wasser zu trinken. Abseits der großen Verbindungsstrassen kommt uns nur selten ein Auto entgegen. Hier sehen wir nur die braun – graue Landschaft bis zum Horizont und alle paar Stunden eine Farm. Kurz vor Keetmanshoop kommen wir an ungewöhnlichen Steinformationen vorbei. Rechts der Piste sind kleinere und größere Felsen wie Türme gestapelt. Dazwischen wachsen Köcherbäume, eine seltene Baumart mit dicken Stämmen und vielen dünnen Ästen, die steil nach oben ragen. Wir halten am Eingang einer Farm an, hier wollen wir campen.
KöcherbaumEinige Farmen und fast alle Guesthouses und Lodges bieten auch Campingplätze an. Der namibische Luxus an Fläche wird hier deutlich, die Stellplätze sind mehrere hundert Meter voneinander entfernt. „Braai“ ist das afrikaanse Wort für Grillen und ein Braai gehört zum Campen selbstverständlich dazu: jeder Stellplatz hat einen eigenen Grill. Im Farmhaus bekommen wir Feuerholz und kaufen schmackhaftes Springbockfleisch. Wir bauen unser Zelt im Sonnenuntergang auf, direkt neben den Köcherbäumen. Um acht Uhr abends ist es dann stockfinser, wir sind erschöpft von der Fahrt und geniessen das Braai. Im Schein der Glut und der Taschenlampen kriechen wir in unsere Schlafsäcke.

Braai

Sonja und ich haben uns schnell an diesen für uns ungewöhnlichen Rythmus angepasst. Wir schlafen früh ein und stehen bei Sonnenaufgang um 6.00 Uhr auf. Zum einen um in der Frühe zu fotografieren und um das Zelt rechtzeitig abzubauen, bevor es zu heiss wird. Um 8.00 Uhr scheint die Sonne schon sehr stark und Schattenplätze gibt es fast garnicht.

Doch heute morgen haben wir andere Sorgen: der hintere Reifen der Ténéré ist platt. Das ist uns gestern gar nicht aufgefallen. Ich bocke das Motorrad auf, baue das Hinterrad aus und versuche mit zwei Montiereisen den Mantel von der Felge zu lösen, vergeblich. Es ist schon ein Glück, dass wir nun hier auf der Farm den Reifen reparieren können und nicht irgendwo draussen im Niemansland. So schleppe ich das Rad einen knappen Kilometer bis zur Scheune. Mit der Hilfe von zwei Mitarbeitern und einem dicken Hammer bekommen wir den Mantel gelöst.

Reifen flickenSchlauch flicken

Eine dicke Dorne steckt im Reifen, wir müssen lange mit einer Zange herumprokeln, bis wir sie entfernt haben. Ein neuer Schlauch wird in den Reifen gezogen und den alten flicken wir. Der kommt als Ersatz mit, denn Bäume und Büsche mit Dornen gibt es viele in Namibia, sie sehen aus wie Stacheldraht und sind fest wie Nägel. Ich beneide an dieser Stelle ein wenig die Autofahrer, die hier immer mit mindestens zwei Ersatzreifen unterwegs sind. Wir nehmen uns vor, zukünftig nicht unter Bäumen zu parken und auf Äste am Strassenrand zu achen. Als Motorradfahrer sind wir auf den Pisten Namibias allerdings noch ganz anderen Gefahren ausgesetzt, wie wir zwei Tage später erfahren müssen.

Camping

Durch die Wüste

  Alles ist hellbraun, überall sehe ich nur Sand. Vor mir reicht die Piste über kleine Hügel bis zum Horizont. Im Rückspiegel sehe ich ebenfalls den Horizont. Rechts und links von mir auch nur Sand und ein paar Hügel. Ich fahre weiter und hinter den Hügeln geht die Piste weiter. Bis zum Horizont. Die Namib.

Durch die Wüste zu fahren war schon lange mein Traum. Dass ich jetzt sogar auf einem Motorrad durch den Namib Naukluft Park rausche ist wirklich etwas ganz besonderes. Ich bin beruflich in Namibia unterwegs und besuche verschiedene kirchliche Projekte. Statt eines klimatisierten Mitewagens habe ich mir ein Motorrad geliehen und bevor Sonja nächste Woche kommt, sammle ich schon mal Erste Erfahrungen.  Auf dem Weg zur Küste nehme ich nicht die Hauptstraße sondern die Route über einen nicht asphaltierten Weg zwischen Karibib und Swakopmund. Die knappen 200 km sehen auf der Landkarte klein aus. Vor Ort wird mir bewußt welch riesige Dimensionen dieses Land hat.

 Schotter in allen Variationen fliegt unter den Stollenreifen hinweg, grober Schotter, feiner Schotter, Steine, Sand und ganz viel Staub. Nur wenige andere Fahrzeuge sind hier unterwegs. Vielleicht fünf Geländewagen rauschen in den vier Stunden an mir vorbei und ziehen eine Staubfahne hinter sich her. Anfangs schlängelt sich die Straße noch vorbei an kleinen Bäumen und Büschen, die mit ihren dünnen Blättern und Nadeln keinen Schatten in der sengenden Sonne Afrikas bieten. Nach und nach wird aus der Steppe eine Wüste wie sie im Bilderbuch steht, flach und sandig. Diese Lanschaft fasziniert mich, doch ich verspüre großen Respekt und auch Angst. Wenn hier irgendwas passiert, kann ich nicht darauf vertrauen, dass jemand vorbeikommt. Zu Fuß kann ich auch nicht die 100 Kilometer bis zum nächsten Ort laufen. 

Die Yamaha Ténéré ist dem Namen nach ein Wüstenmotorrad, doch viel Erfahrung mit Sandfahrten habe ich nicht. Kaum schneller als 60 km/h fahre ich, hinter jedem Hügel ändert sich der Untergrund. Ich darf nicht bremsen, nicht stürzen, nicht abrupt lenken, ich muss gleichmässig Gas geben und den Blick nach vorne richten. Hinter jeder Kurve, hinter dem nächsten Hügel hoffe ich, die Stadt Swakopmund zu erblicken. Doch ich sehe wieder nur Sand bis zum Horizont. Ich fahre weiter und weiter und weiter.

 Plötzlich sehe ich das Schild „Dust Free Section 2km Ahead“. Kurz darauf erkenne ich, was das bedeutet: Die Piste endet hier, es beginnt der Asphalt. Euphorisiert gebe ich Gas, hier ist wieder die Zivilisation, ich habe überlebt!

Noch ist der Teer die einzige Veränderung, die Strasse führt weiter bis zum Horizont durch die Namib. Doch langsam wird es kühler und Wind kommt auf. Das muss das Meer sein. Tatsächlich fahre ich gerade auf die Westküste Namibias zu. Noch bin ich in der Wüste, doch es riecht schon nach Salz und Fisch. Der Wind wird stärker und von einem Augenblick auf den anderen stehe ich am Meer. Es kommt mir surreal vor, aber kurz vor Swakopmund trennt die Küstenstrasse die wilde Brandung von der Wüste. Zwischen Palmen und Dünen stelle ich das Motorrad ab und ziehe meine Fleecejacke an. Was für ein Erlebnis!

  

pp78 – Motorrad-Reise-Treffen 2015

Mr. MRT Ralph

Wir sprechen mit Ralph Wüstefeld, dem Gründer und Organisator des Motorrad-Reise-Treffens MRT Gieboldehausen. Er erzählt die Geschichte dieser Veranstaltung, vom kleinen Treffen im Wald bis zum großen Event mit mehr als 400 Besuchern. Für uns war schon die Anreise ein Erlebnis, denn wir fuhren zusammen mit Bruno. 50 km vor Gieboldehausen machte seine Enfield schlapp und wir wurden Zeugen, wie Bruno innerhalb einer knappen Stunde die Zylinderkopfdichtung seiner Maschine wechselt.

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Wir verschenken in dieser Sendung wieder eine Hör-CD „Jalan-jalan Sumatra“ und laden ein zum Lagerfeuer Duisburg, wo Bruno am 24.10.2015 die Multivisionsshow „highWAY Himalaya“ zeigt. Unseren Sumatra-Vortrag zeigen wir am 30.10.2015 beim Paetschmann in Wuppertal.

Hier noch ein paar Fotos von der Anreise mit Bruno:

 

 

Sumatra in Gieboldehausen

Debora

Debora Sinaga: zu hören auf der CD „Jalan-jalan Sumatra“.

Auf dem legendären Motorrad-Reise-Treffen MRT Gieboldehausen präsentieren wir dieses Jahr unsere Hör-Doku „Jalan-jalan Sumatra“. Für die Idee zu dieser Reise bekamen wir beim letzten MRT den Motorrad-Reise-Förderpreis. Dieses Mal sind wir eingeladen, eine 30-Minuten Präsentation zu zeigen. Freunde von uns werden ebenfalls auf der Bühne stehen: Bruno mit einer Vorschau auf „highWay Himalaya“, Carola mit „Zebra auf Abwegen“ und Panny mit „Licht- und Schattenseiten einer Weltreise“ sowie einige neue Reisevorträge, auf die wir schon gespannt sind. Wir freuen uns, wenn wir euch auf dem Treffen zwischen den Zelten, im Vortragsraum, beim Frühstück unter freiem Himmel oder abends am Lagerfeuer treffen.

4. – 6. September 2015 in Gieboldehausen. Anmeldungen und Infos auf www.motorrad-reise-treffen.de

Indonesische Adventure-Bikes

Sumatra 2014Als wir im Sommer 2014 unsere Sumatra – Reise begannen, mussten wir erst einmal zwei Motorräder organisieren. In der Hauptstadt Medan ist es offenbar unüblich, sich Mopeds zu mieten. Doch mit der Hilfe von Freunden kamen wir doch noch an diese beiden „Adventure – Bikes“, auf denen wir die indonesische Insel vier Wochen lang erkundeten: Sonja fuhr eine Honda Revo 110 (rechts) und ich eine Honda Supra Fit (links). Das sind typische südasiatische Mopeds deren Bauweise auf die Honda Cup zurückgeht. (vgl. auch Honda Super Cup, Honda Innova, Honda Wave und viele andere). Mit ihrem tiefen Einstieg und der breiten Plastikverkleidung sehen sie aus wir Roller. Doch die 17 Zoll – Reifen, der luftgekühlte Motor und der Kettenantrieb sind die Zutaten eines klassischen Motorrads. An die Halbautomatik – Schaltung mussten wir uns erst einmal gewöhnen, man schaltet mit einer Fußwippe 4 Gänge nach unten durch ohne zu kuppeln. Diese Schaltung macht alles mit, wir konnten notfalls auch im vierten Gang anfahren. Sumatra Adventure BikesAuch die 100 – 110 ccm mit 7 – 8 PS sind im indonesischen Verkehr absolut ausreichend. Trotz der schlimmen Straßenzustände waren wir sowohl on- als auch offroad gut unterwegs. Selbst wenn etwas kaputt gegagen wäre, müssten wir uns keine Sorgen machen. Denn überall in Indonesien kennen die Werkstätten diese Modelle, Ersatzteile und Know-how gibts auch in kleineren Städten. Auf unserer Tour mussten wir neben Verkleidungsteilen, Blinker, Lampe und Spiegel nur ein paar Sicherungen, eine Batterie und Fussrastengummi ersetzten. Tanken war auch einfacher als gedacht. Selbst im kleinsten Dorf gibt es Büdchen, an denen Benzin in Plastikflaschen verkauft wird. Die Maschinen haben zwar nur einen 3-Liter Tank, doch bei einem Verbrauch von 2 Litern auf 100km (auch im Gelände!) kamen wir mit einer Tankfüllung fast 150 km weit. Das ist auf Sumatra schon eine Tagesreise. Tanken auf Sumatra
Für dieses Abenteuer waren die Motorräder perfekt.